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Braucht mein Hund eine Haftpflichtversicherung?

Die Hundehaftpflichtversicherung gleicht Schäden aus, die der Hund verursacht hat. Vielen Hundebesitzern stellt sich die Frage, ob der Abschluss einer solchen sinnvoll ist und wenn ja, welche Versicherung die beste ist. Der nachfolgende Artikel soll Aufschluss geben.

Tierhalterversicherung – Video bitte anschauen

Schäden, die der Hund verursachen kann

Grundsätzlich sind die meisten Hunde gut erzogen. Sie gehorchen aufs Wort, vergehen sich nicht am Hausrat und empfangen die Besucher freundlich. Solange sich an ihrem alltäglichen Rhythmus nichts ändert, ist mit Schäden also kaum zu rechnen. Doch die Praxis kann anders aussehen. Die folgenden Beispiele sollen dies verdeutlichen.

Der Hundebesitzer will mit der Familie ausgehen. Er gibt den Hund bei Bekannten ab, damit diese sich während der Abwesenheit des Hundebesitzers um ihn kümmern. Der Hund versteht nicht, weshalb er von seinen Leuten zurückgelassen wird und macht sich aus Frust an den Designer-Schuhen der Bekannten zu schaffen oder er uriniert auf den teuren Teppichboden.
Der Hundebesitzer geht mit dem Hund spazieren. Plötzlich werden beide von einem Kind auf dem Roller überholt. Das Kind stürzt direkt vor den Füßen des Hundes. Es weint und gestikuliert mit den Armen. Der Hund schnappt reflexartig zu.
Ein lauter Knall, beispielsweise am Silvesterabend, erschreckt den Hund beim Spaziergang. Ist er nicht angeleint, nimmt er Reißaus. Die Kommandos seines Besitzers erreichen ihn nicht, weil sein Gehirn auf „Flucht“ programmiert ist. Der Hund läuft über die befahrene Straße und verursacht einen Verkehrsunfall mit Sach- oder Personenschäden.
Der Hund liegt nach dem Verkehrsunfall verletzt auf der Straße. Passanten wollen ihm zur Hilfe eilen und ihn bergen. Starke Schmerzen veranlassen den Hund zum Zubeißen. Dabei kommt es zu Verletzungen von Personen. Eventuell sind Folgeschäden dafür verantwortlich, dass jemand lebenslang körperlich eingeschränkt bleibt und seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann.

Diese Beispiele beinhalten längst nicht alle Möglichkeiten für Haftpflichtschäden, die durch Hunde verursacht werden. Tagtäglich können unvorhergesehene Ereignisse auftreten, die den Vierbeiner in Stress versetzen und ihn zu hund aggressivungewöhnlichen Aktionen verleiten. Der Hundebesitzer unterliegt in diesen Fällen der Gefährdungshaftung, selbst, wenn eine andere Person den Hund ausführt. Das bedeutet, er muss sämtliche Schäden und Folgeschäden ausgleichen. Insbesondere im Zusammenhang mit Körperverletzungen können sich die Zahlungen ins Unermessliche summieren. Da der Hundebesitzer mit seinem Hab und Gut haftet, können derartige Forderungen seine Existenz bedrohen.



Hundehaftpflichtversicherung deckt durch Hunde verursachte Schäden ab

Damit es gar nicht erst zu zivilrechtlichen Streitigkeiten kommt, ist der Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung sinnvoll. Eine private Haftpflichtversicherung ist keine Alternative. Denn anders, als manche Hundebesitzer meinen, deckt Letztere lediglich Schäden, die durch Kleintiere verursacht werden. Hierzu zählen beispielsweise das ausgelaufene Aquarium in der Mietwohnung oder die von der Hauskatze zerkratzte Handtasche der besten Freundin. Das Schmerzensgeld wegen eines Hundebisses jedoch nicht.

Bei der Auswahl von Hundehalterversicherungen steht der Hundebesitzer einem großen Angebot gegenüber. Doch nicht jede Versicherung ist für jeden Hundebesitzer geeignet.

Angebote von Hundehaftpflichtversicherungen vergleichen

Hinsichtlich der Tarife und Leistungen unterscheiden sich die Hundehaftpflichtversicherungen stark voneinander. Doch wer meint, mit dem günstigsten Tarif würde er am besten bedient sein, der irrt. Eine Tierhalterhaftpflichtversicherung sollte auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnitten sein und im Falle eines Haftpflichtschadens ein möglichst hohes Risiko abdecken. Folgende Faktoren sollten beim Vergleich unbedingt beachtet werden:

  • Der Versicherungsschutz im Schadenfall sollte mindestens 3 Millionen Euro betragen.
  • Die Mindestlaufzeit sollte nicht länger als zwei Jahre sein.
  • Die Kündigungsfrist sollte möglichst kurz sein.
  • Eine Selbstbeteiligung sollte vereinbar sein, um den Beitrag zu senken.
  • Das Risiko von ungewollten Deckakten sollte bei nicht kastrierten Hunden versichert sein.
  • Bei Züchtern sollten die Würfe über das Muttertier versichert sein.

Kundenfreundlichkeit der Anbieter vergleichen

Nicht die Leistungen allein, sondern auch die Kundenfreundlichkeit sollte bei der Auswahl des Versicherungsanbieters eine Rolle spielen. Auf diese lässt sich Rückschlüsse ziehen, wenn der Hundebesitzer sich in Bewertungsportalen informiert. Dubiose Versicherer versuchen, sich bei Schadenfällen vor der Zahlung zu drücken. Derartige Mitteilungen von Versicherten sollten vom Vertragsabschluss Abstand nehmen lassen. Lieber zahlt man etwas mehr und weiß sich gut abgesichert. Geld sparen lässt sich beim Abschluss von Direktversicherungen, die man online abschließt.

Fazit

Wer einen Hund hält, ohne für ihn eine Haftpflichtversicherung abzuschließen, handelt fahrlässig. Selbst Vierbeiner, die überwiegend in der Wohnung gehalten werden, können Schäden verursachen. Dies kann teuer werden, wenn der Hundebesitzer den Ausgleich aus der eigenen Tasche vornehmen muss.

Lohnt sich eine Hundekrankenversicherung?

Auch Hunde können krank werden oder schäden verursachen. Doch während im Krankheitsfall des labrador krankHundebesitzers die Krankenkasse die Kosten übernimmt, muss der Hundebesitzer selbst in die Tasche greifen, um die Tierarztkosten, die Behandlungen beim Tierheilpraktiker, beim Hunde-Physiotherapeuten sowie die Medikamente zu bezahlen. Besonders teuer wird es, wenn der Hund operiert werden muss. Eine Hundekrankenversicherung soll den Hundebesitzer vor derartigen Ausgaben bewahren. Doch stimmt das wirklich? Lohnt sich der Abschluss?

Krankheitskosten, mit denen der Hundebesitzer rechnen muss

Bei der Anschaffung des Hundes kalkulieren viele Hundebesitzer die Krankheitskosten nicht ein. Dabei können diese ordentlich ins Geld gehen. So kosten durchschnittlich

 

 

Dabei sind eventuell auftretende Komplikationen oder die Behandlung von eventuell im Zusammenhang mit der Erkrankung aufgetretenen Folgekrankheiten noch gar nicht eingerechnet.

Je älter der Hund wird, desto mehr Geld gibt der Hundebesitzer für seinen Vierbeiner aus. Denn natürliche Abbauprozesse und chronische Erkrankungen manifestieren sich und können dem Hund Schmerzen bereiten. Insbesondere Gelenkerkrankungen wie die Arthrose machen vielen Hunden zu schaffen. Die regelmäßige Gabe von Schmerzmitteln ist dann unerlässlich. Schließlich möchte kein Hundebesitzer, dass sein Tier leidet. Wer eine Hundekrankenversicherung abschließt, könnte die Kosten erstattet bekommen.



Kosten, die die Hundekrankenversicherung unbedingt abdecken sollte

Hinsichtlich der Tarife und Leistungen unterscheiden sich die Anbieter voneinander. Bevor ein Vertrag abgeschlossen wird, sollte der Hundebesitzer unbedingt verschiedene Angebote einholen. Zu den Leistungen, die unbedingt abgedeckt sein sollten, zählen Präventionsmaßnahmen wie die jährliche Impfung, die Zahnprophylaxe sowie Schutzmaßnahmen gegen Parasiten. Eines der wichtigsten Kriterien ist außerdem, dass der Hundebesitzer hinsichtlich des Tierarztes die freie Auswahl hat.

Wer auch die Kosten für eventuell anstehende Operationen abgedeckt wissen möchte, wird tiefer in den Geldbeutel greifen müssen. Während sich die zuvor beschriebenen Maßnahmen zumindest teilweise im voraus bestimmen lassen, ist das Risiko für eine Operation schwer einzuschätzen. Hier muss man individuell abwägen. Für Hunde, die körperlich sehr aktiv sind, kann es sich beispielsweise lohnen, orthopädische Maßnahmen wie das Risiko der herausgesprungenen Kniescheibe oder das gerissene Kreuzband in den Versicherungsschutz aufnehmen zu lassen.

Darüber hinaus neigen einige Hunderassen zu bestimmten Krankheiten. Der Deutsche Boxer beispielsweise zu Herzerkrankungen, der Deutsche Schäferhund zur Hüftgelenksdysplasie. Wer um die Besonderheiten seiner Rasse weiß, sollte auch diese versichern.

Vorerkrankungen sollten unbedingt angegeben werden um spätere Probleme mit der Hundversicherungsgesellschaft zu vermeiden.

Die Vorteile einer Hundekrankenversicherung liegen somit auf der Hand. Es soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass die Tierärzte den Abschluss einer solchen zu schätzen wissen, weil sie die Zahlungen ihrer Kunden seltener beitreiben müssen. Doch manchmal lohnt es nicht, eine Hundekrankenversicherung abzuschließen. Der Hundebesitzer würde viel Geld ausgeben, ohne einen geldwerten Vorteil genießen zu können. Dann nämlich, wenn der Hund bereits an Vorerkrankungen leidet.

Letzteres kommt gar nicht so selten vor. Selbst für Hundewelpen kann der Versicherungsschutz entfallen. Kommen sie nämlich mit Organschäden oder Fehlstellungen des Bewegungsapparats zur Welt, zahlt die Versicherung nicht, sofern eine Behandlung erforderlich ist. Wer sich einen älteren Hund anschafft, muss sich vom Vorbesitzer unbedingt über die Vorerkrankungen des Hundes informieren lassen und sollte diese schriftlich festhalten. Stellt sich nämlich später heraus, dass der Vorbesitzer eine Erkrankung nicht angegeben hat und dass die Hundekrankenversicherung nicht zahlt, kann der Hundebesitzer den Verkäufer des Hundes zur Verantwortung ziehen.

Die Hundekrankenversicherung sollte so früh wie möglich abgeschlossen werden, da die Beiträge dann besonders günstig sind. Für ältere Hunde und solche aus dem Tierheim schließen einige Versicherer die Aufnahme aus. Andere kassieren so hohe Beiträge, dass sich die Hundekrankenversicherung kaum lohnt.

Erst Deckungszusage einholen, dann OP vereinbaren

Viele Hundekrankenversicherungen zahlen die Kosten für Operationen und andere planbare Behandlungen nur, wenn sie im Vorfeld eine Deckungszusage erteilt haben. Deswegen ist es notwendig, nach der Absprache mit dem Tierarzt über die Vorgehensweise der Behandlung die Versicherung zu informieren und dann erst die Behandlung einzuleiten. Sonst kann es zu Unstimmigkeiten kommen.

Fazit zum Thema Hundekrankenversicherung:

Eine Krankenversicherung für Hunde kann sinnvoll sein, denn sie erspart dem Hundebesitzer im Allgemeinen eine Menge Kosten. Hierzu zählen insbesondere diejenigen für präventive Maßnahmen. Allerdings sollte das Kleingedruckte vor dem Vertragsabschluss gründlich gelesen werden, damit im Falle einer Krankheit des Hundes tatsächlich ein Versicherungsschutz besteht. Vorerkrankungen sind unbedingt anzugeben. Für ältere Hunde lohnt der Abschluss einer Hundekrankenversicherung wegen der hohen Gebühren nur bedingt. Einige Versicherer schließen deren Aufnahme ohnehin von vornherein aus.